Montag, 24. Oktober 2016

Bibliophiles - 12

Zeitschrift für Bücherfreunde

Die Zeitschrift für Bücherfreunde, begründet von Fedor von Zobeltitz, gehörte zu den bedeutendsten Zeitschriftenpublikationen für den Bibliophilen. Begonnen im April 1897, enthielt jeder Jahrgang 40-50 Druckbogen. Beiträge zur Buchillustration, Einbandkunde, Exlibris, zahlreiche Bibliographien, die nur hier und nicht selbständig erschienen, viele Rezensionen, Auktionsberichte, usw. bildeten den Inhalt dieser kenntnisreichen Zeitschrift. Die Neue Folge ab 1909 markierte den Verlagswechsel von Velhagen & Klasing zu Drugulin. Gleichzeitig avancierte die Zeitschrift zum Organ der Gesellschaft der Bibliophilen (GdB). Die neuen Herausgeber waren Carl Schüddekopf und Georg Witkowski. Die 3. Folge erschien bei Seemann in Leipzig 1932-1936 und der Umfang reduzierte sich auf 11, 1936 mit dem letzten Jahrgang gar nur auf 8 Druckbogen. Jedes Heft der 3. Folge enthielt am Schluss das Nachrichtenblatt der GdB die Wandelhalle der Bücherfreunde. Soweit nach der Quelle von ZVAB Cicero Presse, Antiquariat und Verlag zur Geschichte der Zeitschrift.


Im Verlaufe meiner Sammlertätigkeit konnte ich einige Jahrgänge dieser Zeitschrift erwerben und gönnte mir schließlich auch den Luxus, diese durch einen Buchbinder (Lindenkreuz in Pulsnitz) pro Jahrgang in einen Halblederband einzukleiden. Die Benutzung eines solchen Jahrganges ist ein angenehmer Zeitvertreib, der zudem die einstige Blüte der Bibliophilie erinnerlich vor Augen führt. Diesem Anliegen gilt auch dieser Blogbeitrag.

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