Donnerstag, 24. November 2016

Das Kaleidoskop einer Leidenschaft


Das „Kaleidoskop einer Leidenschaft" von Harald Kugler, mehrfach am letzten Wochenende auf der artbook.berlin nachgefragt und bisher nur in einer Kassette mit 12 Einbogendrucken erschienen, ist in Kürze nun auch als Buch erhältlich.
Die Einflüsterer“ erzählen von der Ruhe und Gelassenheit, die vom Besitz der Bücher ausgehen. Stolz präsentiert ein Wanderer in 3509 Meter Höhe auf dem „Hochfeiler“ seine Liebe zu den Büchern mit einem Vortrag von Friedrich Schillers Glocke. In „Der Bibliothaph“ wird erzählt, was der Besitz von Büchern über ihre Eigentümer verrät und „Was machen Bibliophile“ ist eine fachspezifische Ergänzung dazu, die zu ihrer Darstellung auch einen Essay von Karl Wolfskehl bemüht. Die Erzählung „Opa Erler“ ist die erlebte Bilanz eines Lebens inmitten und an der Seite von Pflanzen, die uns mit ihrer Vergänglichkeit Geduld lehren. Anders ist dagegen der besessene Sammler in „Glücksschmiede“ charakterisiert, dem der Zufall ein großes Glück beschert. Die Geschichte um „Die Versicherung“ zeigt in ihrem komödiantischen Verlauf die Schutzbedürftigkeit wertvoller Bücher, während „Das Bücherdreieck“ das Vermächtnis der Bücher umreißt. In „Was willst?“ wird das Schicksal einer außer Kontrolle geratenen Bücher-Sammlerfamilie aus dem Munde eines Kindes erzählt und „Gernot“, der eine strenge Kindheit erfahren hat, sucht auf eigene Faust Bestimmungen für sein Leben, was ihn am Schluss mit seinen Eltern versöhnt. In „Abschied“ wird das Unvermeidliche eines jeden Sammler- und Bücherliebhaberlebens dargestellt und zu einem schicksalhaften Abschluss gebracht, womit sich am Ende des Kaleidoskops auch die Erzählung „Von unsichtbarer Hand“ befasst, die aus der Benutzung von Büchern zu einer Lebensrückschau animiert.

14 € | Hardcover | 195 Seiten
Bestellung: harald-kugler.de.

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