Donnerstag, 15. März 2018

Gedanken - 6

Ein Beitrag zu unserer Zeit.
Der Mensch hat seinen Aufenthalt auf der Erde schon lange verwirkt. Selenruhig wirft er ein Scheit nach dem anderen ins Feuer, darauf vertrauend, dass nichts Schlimmes dabei passieren und, dass sich schon irgendwer um den Brand kümmern wird.
Angetrieben von einer Lobby, die z. B. aus der Auto,- Banken- und Pharmaindustrie besteht, um nur die mächtigsten Verursacher dieses Feuers zu nennen, wird die Glut ständig am Leben und Auflodern gehalten, den Menschen damit einen Wohlstand und eine Sicherheit vorgaukelnd, die die Augen trübt, um die wahren Folgen zu erkennen.
Menschen, die mit Worten, Beiträgen oder Büchern darauf hinweisen, dass die Menschheit dabei ist, sich abzuschaffen, werden einfach ignoriert oder mundtot gemacht. Mit welchen Mitteln das geschieht, hat der Fernsehfilm, Gefangen – Der Fall K. mit Jan Josef Liefers in der Hauptrolle, eindrücklich geschildert. Sein Recht und seine Gedanken werden durch eine Lobby von Rechtsanwälten, Ärzten und Finanzberatern dem Wahnsinn anheimgestellt, so dass sich Basti, wie der Filmheld heißt, bald in einer geschlossen Anstalt wiederfindet, aus der es kein Entrinnen mehr gibt. Das ist nur ein Beispiel zügelloser Machenschaften, mit denen versucht wird, eine bestehende Gesellschaft mit allen Mitteln am Leben zu erhalten.
Gerade ist die Buchmesse in Leipzig eröffnet, wo es wieder eine Schwemme an Büchern zu besichtigen gibt, die mit Ihren Inhalten ein Abbild unserer Gesellschaft wiederspiegeln. Ein Überfluss, der zu 99 % von den eigentlichen Problemen auf dieser Welt abzulenken hilft. Das eine Prozent, dass Bücher von Autoren betrifft, die über den Tellerrand hinwegzusehen in der Lage sind, ist mit Sicherheit auch dabei, doch wer wird sie finden. Und wenn, dann ertönen ihre Stimmen unerhört im Wust der Besucher, die an Belanglosigkeiten vorbeischlendern und nicht merken, dass man ihnen zwar nicht ihren Glauben nehmen will, sie aber glauben macht, was sie glauben sollen.
Sie werden vermutlich diesen Beitrag, wie meine vorigen bereits auch, wieder nicht veröffentlichen, doch Sie sollen wissen, dass es Menschen und Autoren gibt, die sich Gedanken um unsere gemeinsame Zukunft machen und Ansätze dazu bieten, dass sich in erster Linie der Mensch selbst verändern muss, ehe er seine Lebensbedingungen umgestalten kann.
Pirna, am 16.03.18 Harald Kugler

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