Dienstag, 15. März 2016

Werkstattnotizen - 9

Mitteilung über eines neues Projekt, genannt

-Erzählungen aus der Welt der Bücher-

In loser Folge erscheint jeweils eine Erzählung als Heft in einer Reihe mit dem Namen Einbogendrucke (nicht mehr als 24 Seiten). Die Hefte werden auf maximal 30 Exemplare limitiert und im Buch vom Autor eigenhändig nummeriert. Jede Erzählung beginnt mit einer Initiale. Gedruckt wird als Book on Demand über die epubli GmbH Berlin in Bookman Old Style zu 14 Point und breitem Rand im Format A5. Jedes Heft erhält zudem eine andere Farbe. So wie hier unten dargestellt ist das Cover angedacht:


Der Preis der Hefte beläuft sich inclusive Versand auf 8 €.
Die erste Erzählung trägt den o. g. Titel.

Dienstag, 8. März 2016

Werkstattnotizen - 8

Graf Prokopus in seiner Hilflosigkeit einer Entfremdung Herr zu werden.
Nach einer Zeichnung von Peter J. N. Geiger. Stahlstich für die Erzählung "Prokopus" von Adalbert Stifter für den Almanach "IRIS" 1848 von J. Axmann
Adalbert Stifters Vorrede in dem Band "Bunte Steine", zu dem auch die Erzählung "Prokopus" gehört, sollte ein um das andere Mal wieder gelesen werden, dass man im scheinbar Unbedeutendem die Gefahren einer "inneren Zerwirrung" erkennt.

Montag, 7. März 2016

Bibliophiles - 5

Buchbindemeister Emil Wolf

Nachstehendes Foto zeigt an einem Beispiel aus meiner Sammlung die hohen Fertigkeiten der alten Buchbindemeister, die uns, den Bibliophilen, jene Neigung zu den Büchern als eine Lust in die Seele gelegt haben, die als Liebe zu den Erzeugnissen der Buchdruckerkunst ihren Ausdruck findet.


O. Mora und H. Thoele "Novellen aus dem Altertum", Verlag von Wilhelm Friedrich Leipzig, 1897, (Hofbuchhändler)

Das schöne Äußerliche dieses Buches wird durch einen ziselierten goldigen Rundumschnitt ergänzt.

Auf dem Vorsatzpapier steht zudem noch eine Zueignung:
Diese Buch wurde mir am 1. November 1945 von Frau Olga Wolf zugeeignet. Es ist ein von ihrem am ... (Datum fehlt) verstorbenem Mann, dem Buchbindemeister Emil Wolf, selbst eingebundener Band. (Unterzeichneter) Max Seidel

Mittwoch, 2. März 2016

Werkstattnotizen - 7

Abgesang zum Nirgendwoland

Was wollte ich mit diesem Buch erreichen? Einfach und auf einen Nenner gebracht, vergnügt zum Nachdenken anregen.
Nachdenken darüber, was Europa in der Gegenwart einholt, nachdem man betulich die Vergangenheit und die aus ihr resultierenden Folgen ignoriert hat. Ein Großmachtstreben auf der Basis weltweiter Reichtümer, die in den Fortschritt einiger weniger Länder des Nordens geflossen sind, während die übrige Welt nur vom Teilen oder Anteil nehmen träumen durfte. Anstatt den immer weiter wachsenden Gewinn dort einzusetzen, wo eifriges Streben den Boden als Lebensgrundlage einer Landbevölkerung auslaugte, sucht man den Fortschritt auf eine unsinnige Weise auszuweiten, der schlussendlich Menschen hinterlässt, die kaum mehr schreiben und lesen können. Das verursacht eine fatale Angleichung der Fähigkeiten unter der Weltbevölkerung, nur dass 80 % davon zudem noch hungern müssen, während die übrigen 20 % von Nahrungsmitteln überschwemmt werden. Gemeinsames Handeln ist hier die einzige Lösung eines Problems, das in einer neuen Völkerwanderung auf die fortschrittlichen Länder des Nordens zukommt. "Was du ererbt von deinen Vätern hast, erwirb es, um es zu besitzen", hat Goethe einst in seinem Faust geschrieben und uns mit diesem Satz zu einer schwerwiegenden Schlussfolgerung ermahnt. Wir hätten stattdessen besser prüfen sollen, welches Erbe wir übernommen und sollten schon vor langer Zeit darüber nachgedacht haben, dass wir gemeinsam unsere Erde bewohnen.