Dienstag, 31. Mai 2016

Werkstattnotizen - 14

Das Geheimnis um meine Einbogendrucke

Jetzt, nachdem nahezu die Hälfte meines Vorhabens geschafft ist, kann ich das Geheimnis um meine Einbogendrucke und mein neuestes Buchprojekt lüften. Es trägt den Titel "Kaleidoskop einer Leidenschaft" und kann durch folgendes Bild dargestellt werden


B i b l i o p h i l i e

Heft 1 steht für B - Besitz
Heft 2 … e - Rechenschaft
Heft 3 … l - Umgang
Heft 4 … h - Merkmale
Heft 5 … i - Verlust
Heft 6 … p - Wert
Heft 7 ...

Wie nun leicht ersichtlich, werden noch weitere 6 Heft meiner Einbogendrucke folgen, über deren Inhalt noch der Mantel des Schweigens hängt. Mir ist bewusst, dass die Hefte zu einem Preis von 7 € recht preisintensiv sind, doch Lektorat, Druck und Vertrieb über die epubli GmbH Berlin lassen kein anderes Entgelt im Selbstverlag zu. Der Autor hat auch noch Hefte auf Lager, so dass solche mit Widmung und Nummerierung und ohne die bei Amazon üblichen Versandkosten etwas kostengünstiger erhältlich sind.




Dienstag, 24. Mai 2016

Bibliophiles - 8

Ein Verleger der Bibliophilie - Hans von Weber

Am 22. April 1924, seinem 52. Geburtstag, war der Münchner Verleger Hans von Weber gestorben. Kunde über sein Werk geben z. B. die Beiträge von H.F.S. Bachmair im IX. Jahrgangsheft des Imprimatur aus dem Jahre 1940, Seiten 72 ff oder dem in der Zeitschrift "Die Bücherstube", von G. Hildebrandt im 3. Jahrgang von 1924, Seiten 311 ff wieder. Der Beitrag im Imprimatur beginnt mit der Bemerkung des Bibliophilen: "Das Verlegen ist wie die Liebe: es hört nimmer auf, auch wenn's schief geht, bleibt das Herz dran hängen."
Viele außergewöhnliche buchkünstlerische Veröffentlichungen verdanken die Bibliophilen seiner Gabe zur Bücherliebhaberei. Erwähnenswert nur die "Drucke für die Hundert" (39 Ausgaben), die mit dem bibliophilen Kleinod der "Winkelhaken" begleitet wurden.


Von besonderer Gediegenheit zeugt auch seine Zeitschriftausgabe "Hyperion", erschienen in 12 Heften auf drei Jahrgänge verteilt, die viele Erstdrucke namhafter Autoren jener Zeit um 1908-1910 sowie jeweils zahlreiche Lithographien enthielten.
Hans von Weber hat mit seinen Mitteln und Möglichkeiten viel versucht und ist auch oft gescheitert. Ein Gehaben, das heutigen Tags keinen Nachahmer mehr findet. Mit der Periodika "Der Zwiebelfisch", der eigentlich ein Aprilscherz sein sollte, kam zum Abschluss noch einmal sein Talent zur Satire, der Fantasie und dem Anspruch "Geschmack an Büchern" zu finden, zum Ausdruck.

Warum habe ich mir diesen Bibliophilen zum Erinnern auf meiner Homepage erwählt? - Es ist die Identität der Einstellung zum Buch. Bei mir ist nicht das Bücherverlegen wie die Liebe, die nimmer aufhört, auch wenn's schief geht, es ist das Schreiben, an dem mein Herz auch hängt, obgleich mir bislang kein Erfolg beschieden ist.
Ich möchte diesen Beitrag mit den Worten von Thomas Mann aus der "Tischrede an Pfitzner" (1919) beschließen: "Wozu arbeitet man? Wozu müht man sich, es den Menschen, den besseren Menschen recht zu machen? Nicht, um geliebt und gelobt zu werden. Ich finde, man tut es vielmehr, um lieben und loben zu dürfen."



Mittwoch, 18. Mai 2016

Bibliophiles - 7

Beilagen in Periodika

Als eine freudige und bibliophile Entdeckung erweisen sich gelegentlich die Zeit überdauernden Beilagen in Periodika, wie sie unten dargestellt im dritten Jahrgang aus dem Jahre 1899/1900 in der Zeitschrift für Bücherfreunde gefunden wurden.

Die Litterarischen Mitteilungen des E. Pierson's Verlag in Dresden enthält zum Beispiel die Ankündigung der ersten Veröffentlichung der "Romantische Lieder" von Hermann Hesse.


Lang vergessen auch der "Kunstwart" des Herausgebers Ferdinand Avenarius.
Die Ankündigung des Druckes "DIR" mit Gedichten und Zeichnungen von Heinrich Vogeler Worpswede ist auf feinem Insel-Bütten gedruckt und stellt wie die anderen Beilagen auch durchaus ein bibliophiles Kleinod dar. Dem gleichen Halbjahresband der genannten Zeitschrift für Bücherfreunde wurde auch die Ankündigung eines Mappenwerks und einer Monatsschrift unter dem Namen "Die Insel" entnommen. Auch dieses Blatt trägt das berühmte Wasserzeichen mit dem Signet von Peter Behrens.
Mit welch einfachen Dingen die Bibliophilie aufwarten kann.

Freitag, 13. Mai 2016

Werkstattnotizen - 13

Vorschau auf Heft 5 der Erzählungen aus der Welt der Bücher, kurz EAWB

Im nächsten Heft mit dem Titel "Abschied" geht es um die Verlustängste eines Bibliophilen und die schmerzliche Erkenntnis, dass wir eines Tages all unsere Bücherlieblinge auf dieser Welt zurück lassen müssen.


Das Heft ist für den Juli in Planung.

Dienstag, 3. Mai 2016

Anm. eines Lesers

Abel Doerings Foto.
Karl Wolfskehl
Einbogendrucke 3
- Erzählungen aus der Welt der Bücher -
Was machen Bibliophile eigentlich?

Eingebunden in Betrachtungen von Harald Kugler findet sich ein Essay aus der Zeitschrift für Bücherfreunde aus dem Jahre 1928 von Karl Wolfskehl "Bibliagogik oder Über bibliophile Behandlung von Büchern", der auch als bekannter Bibliophile und Mitglied des Berliner Bibliophilen Abend Judentum und Deutschtum als Ströme einander befruchtenden Lebens betrachtete.
Harald Kugler stellt dieses Essay von Wolfskehl mit dem Engagement und der Kompetenz eines Bibliophilen dieses Jahrhunderts vor und lässt mit seinen Betrachtungen alle Spekulationen vom angeblichen Ende des gedruckten und gebundenen Buches im elektronischen Zeitalter nichtig erscheinen. Damit ist dieses Heft 3 eine Perle in der stetig wachsenden Reihe "Einbogendrucke".
(Abel Doering)

Montag, 2. Mai 2016

Werkstattnotizen - 12

In Vorbereitung

Das Heft 4 der Erzählungen aus der Welt der Bücher: "Das Bücherdreieck"

Während meiner Urlaubsreise nach Bad Füssing ist mir dieser Titel vor Augen gekommen und eine Spielbank, das Große Kurhaus und die ökumenische Pfarr- und Kurbücherei haben ihren namensprägenden Anteil daran. Nicht mehr aber auch nicht weniger, denn der Inhalt meiner neuen Erzählung hat wenig mit diesen Gebäuden zu tun. Vielmehr gab ausschließlich der Name Bücherdreieck eine Anregung dazu, etwas gedanklich auszumalen, das in meiner Fantasie viel mit Büchern zu tun hat. Der Leser mag sich überraschen lassen, das Heft ist für den Juni in Vorbereitung.


Einer kleinen Enttäuschung sei an dieser Stelle resümierend Ausdruck verliehen: Ich hatte mir mehr Resonanz auf meine Erzählungen aus der Welt der Bücher erhofft, kommen die Geschichten doch nachdenklich und fantasievoll daher. Kommentare sind deshalb erwünscht.