Donnerstag, 23. Juni 2016

Einladung zur Subskription

Die 30 limitierten Exemplare der Einbogendrucke des "Kaleidoskops der Leidenschaft" werden bis zum 31. Juli 2016 zum Preis von je 4 € /Heft zzgl. 1 € Porto angeboten. Bestellen Sie die ersten 5 Hefte in einer Lieferung, erhalten Sie diese also zum Gesamtpreis von 21 €. Die Bestellungen für dieses Angebot ist nicht über epubli oder Amazon möglich und kann nur direkt über mich erfolgen: Harald Kugler. Die Lieferzeit beträgt 10 Werktage.

Mittwoch, 22. Juni 2016

Gedanken zu den ersten Heften der Einbogendrucke


Die Fußball-Europameisterschaft hat auch etwas Gutes, endlich fand ich Zeit, mich wieder mit Neuerwerbungen in meiner Bibliothek zu befassen, diesmal mit der Heftreihe zur Bibliophilie von Harald Kugler, die dieser in Anlehnung an seine Trilogie zum Bibliophilen-Abend schrieb und auch selbst herausgibt.
Auf Heft 3 konnte ich schon einmal verweisen und nun, nach Lektüre der vorliegenden ersten 5 Hefte, kann ich schon einmal sagen, dass das angekündigte vorzeitiges Aus dieser Reihe nach dem 7. Heft schade ist. Nicht nur, weil es Spaß machte, diese geschmackvoll gestalteten Hefte zu sammeln, die, wie es sich für den Bibliophilen gehört, in limitierter Ausgabe erschienen, sondern weil diese Hefte wunderbar das Interesse an der Liebe zu Büchern und an einer guten eigenen Bibliothek schildern und den Leser wirklich abtauchen lassen in die Welt der Bibliophilen bis hin zum Verständnis des Bibliomanen. Man findet sich als Bücherfreund wieder, man ist gleichsam im Dialog mit Gleichgesinnten und entdeckt Zitate von Persönlichkeiten aus der Welt des Buches, die schon fast in Vergessenheit geraten sind, wie Karl Wolfskehl oder Max Dauthendey.
Dabei handelt es sich keineswegs um bloße, trockene Erklärungen eines Bibliophilen, der die einzelnen Seiten seiner Leidenschaft vom kulturellen Anliegen bis hin zur ausufernden Besessenheit für sich selbst reflektiert - diese Schilderungen sind eingebunden in Rahmenhandlungen, in denen sich die Protagonisten, allesamt konfrontiert mit den Stärken und Schwächen, mit den Erfolgen und Irrwegen dieser Leidenschaft, beweisen müssen. Dem Autor Harald Kugler ist es damit nicht nur gelungen, das Interesse an der Bibliophilie zu wecken, sondern auch interessant und sogar spannend zu vermitteln, ein Verdienst, welches im Rahmen der "modern" gewordenen Diskussion über das angebliche Ende des gedruckten Buches nicht hoch genug zu würdigen ist.
Es ist gut zu wissen, dass das Ende der Einbogendrucke mit den einzelnen Kapiteln nicht das Ende der "Schilderung einer Leidenschaft" ist.

Abel Doering

Montag, 13. Juni 2016

Werkstattnotizen - 15

Kaleidoskop einer Leidenschaft

So der Titel meines neuesten Buchprojektes, dem bislang 7 Hefte als limitierter Sonderdruck unter der Reihenbezeichnung "Erzählungen aus der Welt der Bücher" voran ging. Jedes Heft wird als Kapitel ohne Nummerierung in das Buch eingehen, so dass später wahllos über die Eigenschaften bzw. Eigenarten der Leidenschaft eines Büchersammlers nachgelesen werden kann. So wie es im Haft 7 "Was willst?" als Einleitung dargestellt, ist jede Leidenschaft gefährlich nahe verwandt mit einer Sucht und darüber hinaus mit einigen weiteren liebens- oder leidenswerten Eigenschaften gepaart, die ich darzustellen in meinem Buch unternommen habe. Eine Leidenschaft beinhaltet, wie es vom Wortstamm schon vorweg genommen, manchmal Leiden aber auch viel Freude und sie ist in ihrer dargestellten Eigenart als Bibliophilie dabei durchaus auch mit anderen Sachgebieten vergleichbar. Für die ersten acht Kapitel sind bereits solche Eigenschaften oder Eigenarten definiert, den übrigen geplanten Heften obliegt noch Beobachtungsgabe, dergleichen Charakteristika aus dem eigenwilligem Tun heraus zu schälen.

Ob es die Hefte 8 -12 auch als limitierten Sonderdruck vorab gibt, behält sich der Autor wegen der kostenaufwendigen Bereitstellung noch vor.Der Bibliotaph Besitz Von unsichtbarer Hand Rechenschaft Was machen Bibliophile eigentlich Umgang Das Bücherdreieck Merkmale Abschied Verlust Die Versicherung Wert Was willst? Sucht Glücksschmiede Besessenheit Bibliophilie Kaleidoskop einer Leidenschaft

Montag, 6. Juni 2016

Erfahrungen

Schreiben als Lebenselexier

Maschine Dieter Birr tut es, Gregor Gysi tut es und auch von Wolfgang Lippert haben wir schon Gedanken über ihren Lebensweg vernommen. Aufarbeiten der eigenen Geschichte ist eine durchaus lohnende, weil die Neugier befriedigende Selbstdarstellung des Lebens. Ich kann jedem nur dazu raten, denn die Kinder und Enkelkinder erfahren daraus Hintergründe aus der eigenen Familie, die sonst, weil ungeschrieben, mit ins Grab wandern. Es gibt, wenn der Bedarf besteht, preiswerte Druckverlage wie die epubli GmbH Berlin, die den verfassten Text in ein brauchbares Buch verwandeln.
Meine Mutter hat ihre Geschichte schon vor Jahren mit der Bemerkung aufgeschrieben, dass sie Vergessen verhindern wollte. Es war für mich allerdings schon lange kein Geheimnis mehr, dass sie während des 2. Weltkrieges einen langen Weg von Kaunas (Litauen) bis nach Köthen in Sachsen Anhalt zurück gelegt hatte. Nur was sie auf ihrem Weg alles erlebte, die Mühsalen einer Flüchtlingsfamilie im zerstörten Deutschland, die Ablehnung aber auch Hilfe, die ihr zuteil wurde, habe ich erst aus ihren Analen erfahren.


Schreiben fordert den Kopf zum Arbeiten auf und ist insofern eine Stimuli gegen das Versiegen der geistigen Kräfte. Wer allerdings hofft, dafür einen Publikumsverlag zu finden, dem kann ich um seiner Bemühungen Willen nur abraten. Ob die Memoiren der genannten Prominenten wirklich lesenswert sind, vermag ich nicht zu entscheiden, sie haben aber eine Fan-Gemeinde, die einen gewissen Umsatz der Bücher garantiert. Das weiß auch ein Verlag und misst dergleichen immer am Erfolg seiner Unternehmung. Als Privatmensch muss man sich mit der Gewissheit begnügen, dass die Aufzeichnungen der eigenen Familie oder Freunden und Bekannten manch der Sonderlichkeiten erklären, die ihnen im Umgang mit dem Schreiber der Lebensgeschichte begegneten. Nicht mehr aber auch nicht weniger.